ARCHIV

Bei meiner Art zu fotografieren spielt das Warten oftmals eine gewichtige Rolle. Warten auf den richtigen Moment, warten auf das richtige Licht, warten auf ...., man lernt geduldig zu sein. Warten "Entschleunigt", man kommt wieder zur Besinnung.

Fiat 500

Die Besitzerin hatte ein Einsehen und gemeinsam schoben wir den

fahruntüchtigen Fiat an die richtige Stelle. Sodann wartete ich tagelang

sehnsüchtig auf Regen. Als es dann endlich soweit war, beleuchtete ich den Wagen mit meinen Autoschein-werfern von schräg vorn und mischte eine Prise Blitzlicht dazu. Zuvor jedoch zerknüllte ich eine mitgebrachte Zeitung und legte sie an die ersichtliche Position. Ohne sie würde dem Bild etwas Entscheidendes fehlen.


Werbe-Eistüte

Die ersten Aufnahmen , belichtet
bei trockenem Wetter, befriedigten
mich nicht. Also wartete ich wieder
einmal tagelang auf Regenwetter.
Als es soweit war, fotografierte ich mit
dem 20mm Objektiv. Beleuchtet wurde
die Werbeeistüte vom Licht das aus
einer Eisdiele fiel. Der Regen sorgte
für ideale Bedingungen.


Post Office

An einem Vormittag fotografierte

ich diese Poststation. Abends in

der Dämmerung kehrte ich zurück,

um noch ein paar Aufnahmen zu

machen. Ein alter Herr, Bewohner

der Poststation entspach schweigend

meinen Wunsch, die Außenbeleuchtung anzuschalten.

Ich belichtete noch ein paar Aufnahmen. Zuhause, als die entwickelten Filmstreifen auf dem Leuchttisch lagen,

entschied ich mich für "Vormittag".

Telefonzelle

Hier waren ideale

Voraussetzungen gegeben.

Dämmerung. Ich konnte ungestört

arbeiten. Kurz zuvor war ein

Regenschauer niedergegangen

und hatte den sonst grau

aussehenden Asphalt in ein sattes

Schwarz verwandelt.

Beleuchtung nach altbewährtem

Rezept, Autoscheinwerfer gemischt mit

Blitzlicht.


Norwegen Lastwagen

Schnellen Schrittes näherte sich der ca. 300m weit entfernt wohnende Besitzer. Mir schwante
Übles. Bei mir angekommen,
zeigte er sich sehr verwundert
ob meines Vorhabens.
Mit "Händen und Füßen" konnte
ich ihn von der Notwendigkeit einer Aufnahme überzeugen.

RGB, dieses Kürzel ist
jedem Fotografen bekannt,
oder zumindest jedem
Fotografen der mit
Bildbearbeitung zu tun hat.
Aufnahme kurz vor Einbruch
der Dunkelheit. Ich fotografierte
mit dem 20mm Objektiv. Um die
Beleuchtung kümmerte sich diesmal das Motiv selbst.



Wolfsberg

Eine Garage, die Fassade über und über mit Nummernschildern aus aller Herren Länder beschlagen, davor 3 frisch erbaute Schneemänner. Fotografenherz was willst du mehr? Die Aufnahme entstand bei einbrechender Dunkelheit. Während ich die Nummernschilder-Fassade mit meinem Handscheinwerfer in ein seitlich einfallendes warmes Abendlicht tauchte, wurden die Schneemänner mit fortschreitender Dämmerung immer blauer.


Thema Stadt:

Mehrfachbelichtung.

(4-fach)

Doppelbelichtung.

Die erste Belichtung machte ich in der Dämmerung, ca eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Ich beleuchtete die rote Kugel mit einem starken Handscheinwerfer und fotografierte mit dem 28mm Objektiv.

Die zweite Belichtung erfolgte ca. 3 Stunden später. Der Vollmond stand an einem wolkenlosen Nachthimmel und die richtige Platzierung im Bild bereitete keinerlei Probleme. 200mm Objektiv.

Thema Rausch:
(Langzeitbelichtung mit gleichzeitiger
Verschwenkung der Kamera.)




Aufnahme kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Auf den ersten Blick könnte

man meinen, ein Gebirgsmassiv

mit Nebel in den Tälern und

letztem Sonnenlicht auf den

Gipfeln. Doch weit gefehlt.

Es ist ein Stück Strand nicht

größer als ca. 8 x 10 Meter. Das "Gipfellicht"setzte ich mit einer starken Handlampe.

Lusen, Bayerischer Wald

Deutschland

Hatte der Seher des Bayerischen Waldes etwa dieses Bild vor Augen als er sagte: "Wenn der Wald

ausschaut wie`m Bettelmanns Rock, dann kimmts, die Sach geht ihren Lauf."

(Mühlhiasl Prophezeiungen.)


Im Grenzgebiet Deutschland/Tschechien. Eine ruhige, stille Landschaft von herber Schönheit geprägt. Hier pfeift im Winter an so manchen Tagen ein eisiger Ostwind. Einheimische reden dann vom "Böhmischen". An dieser Stelle ordnete er Rauhreifkristalle ringförmig um den alten Baumstumpf an. Im Hintergrund spannt sich ein dunkelgrauer Himmel. Leichtes Schneetreiben setzt ein. Eine fast unheimliche Ruhe umgibt mich, nur eine einsame Krähe läßt ihr heiseres Krächzen ertönen.

"Vor meiner Haustür"

Ein dunkler, naßkalter Wintertag geht zu Ende. Kurz nach Sonnenuntergang tat sich plötzlich eine Wolkenlücke auf, und das Abendrot leuchtete schwach hindurch. Eigentlich wollte ich nur mal schnell "frische Luft schnappen", hatte aber aus reiner Gewohnheit Kamera und Stativ dabei.

Wer hier lange grübelt, ob er die Aufnahme machen soll, hat schon verloren. Nach 2 oder 3 Minuten hatte sich die Wolkendecke wieder geschlossen.


Viele gehen achtlos dran vorbei,

haben es noch nie bewusst gesehen,

das herrliche Farbenspiel und die markante

Struktur der Rinde eines so

unspecktakulären Baumes wie es unsere

heimische Kiefer ist.

Frühes Licht an einem bitterkalten Wintermorgen. Beim Fotografieren unter solchen Bedingungen heißt es buchstäblich, "zieh dich warm an".

Stativbeine aus Metall können bei diesen Temperaturen regelrecht bösartig werden. Klemmhebel sind plötzlich zu locker, und an den kalten Metallteilen bleiben ungeschützte Hände fast kleben. Immer dann wenn all dies zutrifft, nehme ich mir ganz fest vor endlich mit Schaumstoff und Klebeband Abhilfe zu schaffen, aber bis heute ist nichts geschehen. Also dann, bis zum nächsten mal.


Insel Rügen

Deutschlands neue Eiszeit ?

Auf der zugefrorenen Ostsee stehend fotografierte ich Richtung Hafenbecken. Von einem dort liegenden Kutter sah man nur die Mastspitzen mit der Deutschlandfahne.

Isle of Skye Schottland

Aufgelassene Plätze wie dieses alte Farmhaus erzählen oft noch nach langer Zeit erstaunlich viel über ihre ehemaligen Besitzer.

Über ihre alltäglichen Sorgen und Bedürfnisse. Menschen mit Phantasie atmen hier Geschichte(n) im Kleinen.


An einen der vielen Fjorde von Norwegens Küste. "Landsend". Die ungeheuere Tiefenschärfe des 20-mm-Objektivs macht's möglich: Der vordere Felsen liegt ca. 75 cm vor dem Objektiv. Durch leichtes Aufhellen mit einer Prise Blitzlicht bekommt der Felsen die nötige Zeichnung.

Wasserfall

Einer von unzähligen kleinen Wasserfällen in Norwegen. Der Bach führte wenig Wasser und so wirken die Kaskaden des Wasserfalls wie seidig schimmerndes Haar eines Trolls oder eines anderen Fabelwesens.


Moorbirken

Weihergebiet bei Vilseck/Oberpfalz

Zeitiges Frühjahr. Die noch lebenden Birken tragen noch kein Laub. Andere sind abgestorben oder auch schon abgebrochen.

Cap de Creus

Auf diese Situation hatte ich gewartet. Die Rücklichter eines talwärts fahrenden Wagens bescherten mir den erwünschten roten Streifen. Ohne ihn würde dem Bild etwas Entscheidendes fehlen. Vielen Dank an Unbekannt.


Aufnahme kurz vor Einbruch

der Dunkelheit. Ab einer

Belichtungszeit von einer Sekunde oder länger, verschieben sich bei fast allen Filmen die Farben Richtung Blau. Diese Tatsache verstärkte ich durch ein Blaufilter.

Kurz vor Sonnenaufgang. Eine immer noch lange Belichtungszeit und die Bewegung an der Wasser-oberfläche sorgen hier für einen watteweichen Eindruck des Meeres. Wichtiges Kriterium, eine leichte Zeichnung in den Felsformationen.


Norwegen

Nähe Tromsö, 22. Sept. Früher Wintereinbruch. Ein auf der anderen Straßenseite postierter Jäger, Teilnehmer einer Elchtreibjagd beäugte mich argwöhnisch. Später kam er zu mir und bot mir heissen Tee an. Die Verständigung war schwierig. Zu meiner Verwunderung fing er plötzlich an gebrochen deutsch zu sprechen, gelernt hatte er es bei deutschen Soldaten während der Besatzungszeit. Es war eine sehr interessante Unterhaltung. Jedoch das erhoffte Jagdglück war ihm nicht hold. Und so kam nur einer von uns beiden zum "Schuß".