Zu Analog-Zeiten, als man noch mit Film in der Kamera fotografierte, und lange bevor Photoshop die Bühne betrat arbeitete ich schon mit Ebenentechnik. 

Und so gehts: 

Man nehme zwei, von der Gestaltung und der Belichtung gut zueinander passende Dias. Danach schabe man mit einem Messer oder Rasierklinge auf der Schichtseite die Emulsion leicht an, oder evtl. ganz ab. Wichtig, nur da wo das andere Dia durchscheinen soll. Das erfordert viel Gefühl. Einmal an der falschen Stelle geschabt, und das Dia ist reif für den Papierkorb.

Ist das Experiment geglückt und sie sind mit ihrer Arbeit zufrieden, dann ab mit den beiden als Sandwich in einen Diarahmen.

Diese hier beschriebene Technik wurde bei dem oben gezeigten Bild angewandt. Die angesprochenen Schabspuren der Rasierklinge sind im Bereich des Himmels deutlich zu sehen.

Begutachte ein mögliches Motiv generell durch den Sucher deiner Kamera. Schau mehrmals und prüfe. Du wirst dadurch erst richtig fotografisch sehen lernen.

 

 

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HARTMUTH GRÖSCHEL